Vereinsgeschichte


1940 – der Zweite Weltkrieg beherrscht Europa

Damals waren die Ärzte meist weit entfernt, auch war man noch nicht so motorisiert wie heute. Deshalb war es nötig, sich selber helfen zu können. Also entschloss man sich einen Samariterkurs zu organisieren. Dieser wurde von
Dr. med. Schirmer aus Eschenz und Ernst Hubmann, Hilfslehrer aus Frauenfeld, geleitet. Die Kursteilnehmer entschlossen sich alsdann, einen Verein zu gründen.

Dem Gründungsprotokoll vom 29. November 1940 ist zu entnehmen: „Schon nach 36 Kursstunden vermochten die Herren Kursleiter Dr. Schirmer und Hubmann die Mitglieder so zu unterrichten, dass alle den Wert um die Ausbildung des Samariterwesens erkannt hatten.“ 33 Personen schrieben sich als Mitglieder ein. Um die Vereinspflichten zu erfüllen, musste ein Vorstand gewählt werden. So bestätigte die Versammlung folgende sieben Mitglieder: Ludwig Meierhans als Präsident, August Wetzel als Vizepräsident und Aktuar, Josef Bärlocher als Kassier, Ida Salzmann und Hedy Frei als Verantwortliche für die Samariterposten Herdern und Lanzenneunforn. Ernst Hubmann gehörte als Hilfslehrer von Amts wegen dem Vorstand an.

Der Samariterkurs endete im Dezember 1940 mit einer Prüfung. Im Protokoll ist wieder zu lesen: „Anlässlich der Kursstunden am 11. Dezember 1940 beschliesst die Versammlung, dass jedes Aktivmitglied einen Jahresbeitrag von drei Franken entrichtet. Für das Gründungsjahr 1940 den Betrag von Fr. 1.50.“ Die erste Übung im neuen Jahr wurde auf den 13. Januar 1941 festgelegt. Die Samariterposten waren mit einem Lager an allem notwendigen Material bei Verletzungen die Anlaufstellen für die Erste-Hilfe. Auch für die Erste-Hilfe bei Krankheiten waren sie mit einem Lager an Krankenutensilien wie eiserne Bettflaschen, Urinflaschen, Fiebermesser, Nierenschalen, Sitzbadewannen ausgerüstet. Alles konnte gemietet werden, sogar Bébéwaagen.

1942 – Anschaffung Gummibettflaschen abgelehnt

Nach einem neuen Samariterkurs in Lanzenneunforn konnte Präsident Ludwig Meierhans an der Jahresversammlung vom 11. Januar 1942 bereits 51 Mitglieder begrüssen.

Wieder kann man dem Protokoll entnehmen: „Ida Salzmann beantragt die Anschaffung von zwei Gummibettflaschen und Eisbeuteln. Infolge Gummirationierung wurde in der Diskussion das Erstere abgelehnt, dafür ein Eisbeutel gutgeheissen.“ Samariterübungen konnten damals auch mal an einem Sonntag stattfinden! Ab November 1943 amtete Ludwig Meierhans während neun Jahren als Präsident und Hilfslehrer.

1952 / 1953 – Hilfslehrer ausgebildet / Ehrenmittglieder ernannt

Nach Meierhans‘ Wegzug 1952 fand man in Oskar Schönenberger einen neuen Präsidenten. Willi Bünther musste zwar noch die Ausbildung zum Hilfslehrer absolvieren, dennoch wurde er gewählt. Man half sich in der Zwischenzeit mit Stellvertretungen aus. Mitte Juni 1953 bestand Willi Bünther die Prüfung und der Verein hatte fürs Erste ausgesorgt.

Im Protokoll von 1953 ist zu lesen: „Kassier Willi Bünther beförderte unsere langjährigen Mitbegründer August Wetzel, Josef Bärlocher und Ida Salzmann zu Ehrenmitgliedern. Der Sprechende (Hans Schöni) ist der Meinung, man solle den langjährigen Vizepräsidenten August Wetzel noch eine Stufe höher befördern. Als Stütze des jungen Vorstandes wäre ein Ehrenpräsident sicher am Platz.“

1960 – schlechter Übungsbesuch, daher nur noch vier Pflichtübungen

1960 wird Eugen Kolb neuer Präsident. In diesem Protokoll ist zu lesen: „Unser allzeit bereiter Hilfslehrer Willi Bünther verliest das Arbeitsprogramm für 1960. Dem schlechten Übungsbesuch zufolge werden nur noch die vier Mindestübungen vorgesehen. Er hofft dadurch mehr Mitglieder an den Übungen zu sehen.“ Sehr wahrscheinlich war dies mit ein Grund für seinen Rücktritt. Auch war er nicht einverstanden, als die Jahresversammlung 1961 nach einigen Differenzen im Verband, den Austritt aus der „Vereinigung an der Murg“ und den Übertritt in den Thurgauer Kantonalverband beschloss.

1962 – Übertritt in den Thurgauer Kantonalverband

An der Jahresversammlung 1962 mussten alle Anwesenden eine Erklärung zum Übertritt in den Thurgauer Kantonalverband unterschreiben. Auch wählte man erstmals in der Vereinsgeschichte eine Präsidentin, Bertha Ammann aus Reckenwil. Mit Dorli Keller, gleichzeitig Hilfslehrerin in Raperswilen, hatte der Verein auch zum ersten Mal eine Frau in diesem Amt. Ab jetzt erlebte der Verein wieder einen Aufschwung.

1965 – 25-Jahr-Jubiläum - Erste Anregung zu Vereinsnamenänderung

Erstmals an der Jahresversammlung 1965 wurde angeregt, den Namen Samariterverein Herdern und Umgebung doch zu ändern. Nur noch wenige Mitglieder seien aus Herdern und das Übungslokal sei ja auch schon längere Zeit in Hörhausen. Aus verschiedenen Gründen sah man damals aber von einer Änderung ab. Am 1. Mai 1965 konnte mit den ehemaligen und aktiven Mitgliedern im Restaurant Löwen in Lanzenneunforn das 25-Jahr-Jubiläum gefeiert werden. Als einziges Gründungsmitglied war Ida Salzmann noch aktiv im Verein.

Einführung Blutspendedienst im Jahr 1966

1966 wurde der Blutspendedienst mit dem Kantonsspital Münsterlingen eingeführt. Mit 87 Spendern konnte schon ein schöner Erfolg verzeichnet werden. Deshalb wurde nun zweimal jährlich eine Blutspendeaktion durchgeführt. Auch eine Feuerwehrübung mit der Feuerwehr Homburg wurde erstmals erwähnt. Nach fünf Jahren gab es 1967 einen Präsidentinnen-Wechsel. Silvia Frei aus Hörhausen wurde zur Nachfolgerin gewählt. Neu wurde nun bei keiner oder höchstens einer Absenz bei den monatlich stattfindenden Übungen ein Silberlöffel abgegeben. Emilie Köstli aus Reckenwil hatte ihre Ausbildung zur Hilfslehrerin, jetzt Samariterlehrerin genannt, abgeschlossen. Damit erhielt Dorli Keller endlich Unterstützung. 1969 erklärt Präsidentin Silvia Frei aus gesundheitlichen Gründen den Rücktritt. Nachfolgerin wurde Bertha Betschart aus Lanzenneunforn. Die beiden Samariterlehrerinnen leiteten in diesem Jahr einen Samariterkurs. Damals musste am Schluss des Kurses eine Prüfung im Beisein eines Arztes abgelegt werden.

Samariterkurs obligatorisch - Nothilfekurs eingeführt

Zum Eintritt in den Samariterverein war ein vorgängiger Samariterkurs obligatorisch. Erfreulicherweise konnten an der nächsten Jahresversammlung aus diesem Kurs zehn Neumitglieder begrüsst werden. Unterdessen wurde der Nothilfekurs geschaffen. Dieser umfasste sechs Kursabende à drei Stunden.

1971 – Paul Bauer wird neuer Präsident

Ab 1971 wurde das Vereinsschiff wieder von einem Präsidenten gesteuert, Paul Bauer aus Hörstetten wurde gewählt. Unsere bewährten Samariterlehrerinnen beschlossen ab 1976 kürzer zu treten. Glücklicherweise fand man in Heinz Bünther aus Herdern einen Nachfolger. Ein Jahr später erhielt er Unterstützung durch Bruno Regenscheit aus Herdern: Dieser hatte soeben seine Ausbildung zum Samariterlehrer abgeschlossen. Leider gab Heinz Bünther seine Tätigkeit nach zweieinhalb Jahren wieder auf und ab 1979 war Bruno Regenscheit auf sich gestellt.

1981 – Instruktoren Rolf König und Jürg Mani unterstützen Verein

In Irma Schiffmann aus Pfyn fand man 1980 zum Glück eine tolle und kompetente Samariterlehrerin. Doch 1981 gab auch Bruno seine Tätigkeit auf. Als dann 1982 auch noch Irma Schiffmann wegzog, stand der Verein wieder einmal ohne technische Leitung da. Rolf König und Jürg Mani, unsere Instruktoren aus Frauenfeld, unterstützten uns so gut es möglich war. Auch fand man immer wieder Stellvertretungen in Müllheim. Irma Schiffmann war nun im Samariterverein Münchwilen tätig und organisierte im Sommer 1983 eine Feldübung zusammen mit dem Samariterverein Herdern. Danach erklärte sich Toni Müller, ebenfalls Samariterlehrer in Münchwilen, bereit, vorübergehend unsere Übungen zu leiten.

1983 – Start Altkleidersammlung / 1984 – Zwei neue Samariterlehrer

An der Jahresversammlung 1984 trat er, zusammen mit seiner Frau Fini, „vorerst einmal für fünf Jahre“ unserem Verein bei. Daraus wurden dann über zwanzig Jahre Vereinstreue. Sei es in der Hitze des Sommers oder bei Schnee und Eis im Winter, Toni fuhr mindestens einmal pro Monat zusammen mit Fini von Eschlikon zu uns und er war immer pünktlich zur Stelle. 1983 wurde die Altkleidersammlung eingeführt. In den ersten vier Jahren wurden die gesammelten Kleidersäcke zweimal pro Jahr per LKW abgeholt. Ab 1987 ging der Sammlungstag zusammen mit dem Samariterverein Mammern über die Bühne. Die gefüllten Kleidersäcke konnten das ganze Jahr über bei den Familien Hans Roth in Herdern, Armin Stäheli in Lanzenneunforn, Kurt Siegenthaler und Roland Kressebuch in Hörhausen, Fritz Rubi und Heinrich Ehrsam in Hörstetten abgegeben werden, die sie bis zum Sammlungstag lagerten. Dann wurden sie aufs Fuhrwerk – Traktor und Wagen – verladen und nach Eschenz geführt. Dort konnte die ganze Fuhre bei der Firma Unipektin AG gewogen werden. Nachher mussten die Säcke in den Eisenbahnwagen verladen werden. Diese Prozedur ging während acht Jahren zweimal jährlich über die Bühne. Deshalb waren die Vereinsmitglieder glücklich und froh als 1995 die Altkleider-Container in Herdern, Hörhausen, Homburg und Hörstetten aufgestellt wurden. Eine Einnahmequelle für den Verein ohne die Riesenarbeit war nun geschaffen.

1985 – Margrith Ehrsam leitet neu den Verein

Nach 14 Jahren wurde der Verein 1985 wieder von einer Präsidentin geführt. Paul Bauer war amtsmüde geworden und Vizepräsidentin Margrith Ehrsam wurde zur Nachfolgerin gewählt. Paul Bauer wurde zum Vize-Ehrenpräsidenten gewählt, da man herausfand, dass der Verein in August Wetzel schon einen Ehrenpräsidenten hatte. In diesem Jahr gab es auch eine Änderung im Blutspendedienst. Das Kantonsspital Münsterlingen wollte diesen Aufwand nicht mehr länger betreiben, deshalb wechselte man zum Blutspendezentrum in Bern.

1985 – Immunkrankheit AIDS

Langsam wurde auch bei uns die Immunkrankheit AIDS zum Thema. Dies hatte zur Folge, dass es im Blutspendedienst neue Vorschriften gab. Jeder Spender musste vorgängig ein Formular mit vielen Fragen ausfüllen, was viele Blutspender verärgerte. Doch dienten diese Vorsichtsmassnahmen schlussendlich dem Wohl des Blutempfängers.

Bei der Blutspendeaktion im Frühling 1987 bot das Blutspendezentrum Bern einen Gratis HIV Test an, was einen Spenderrekord von 187 Spendern zur Folge hatte. Auch widmete sich Dr. med. Weber aus Wigoltingen beim Arztvortrag im November dieses Jahres diesem Thema.

1990 – 50-jähriges Vereinsbestehen

Der Samariterverein konnte 1990 sein 50-jähriges Bestehen feiern. Dieses Jubiläum wurde zusammen mit den Ehemaligen und Gästen aus den verschiedenen Gemeinden unseres Einzugsgebietes am 24. November in der Turnhalle Herdern gefeiert. Erfreulicherweise konnten 20 von 33 Gründungsmitgliedern begrüsst werden. Nach einem kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte verstand es der Nostalgiechor Tobel, die rund 200 Zuhörer zu begeistern. Gleichzeitig präsentierten wir die Gewinner des Ballonwettfliegens, das anlässlich der Einweihungsfeier der umgebauten Turnhalle Gündelhart am 9. September 1990 vom Samariterverein durchgeführt worden war.

Von den 230 abgeschickten Ballons erhielten wir 28 Karten zurück, eine sogar aus Udine, Italien. Sieben Kinder durften einen Preis entgegennehmen. Der Hauptpreis war ein Kindertraktor. Im Anschluss überbrachte Gemeindeammann Martin Schlatter aus Herdern Gruss- und Glückwunschworte. Inzwischen hatte sich die Sängervereinigung Herdern-Lanzenneunforn-Dettighofen bereitgestellt, um die Gäste mit ein paar Liedern zu erfreuen. Ein selber gedichteter Sketch unter dem Motto „Samariter einst und heute“ bildete so ziemlich den Schluss unserer Feier.

Im Vorfeld unseres Jubiläums war Toni Müller mit seiner Fotokamera in unserem Einzugsgebiet von Herdern bis Hinterhomburg unterwegs gewesen. Zwischen den beiden Teilen unseres Sketches zeigte er in einer Diaschau das Ergebnis seiner Aufnahmen. Zum Ausklang des Festes war die Bühne frei zum Tanz. Für fünf Jahre erhielt Toni Müller 1991 in Rosmarie von Niederhäusern Unterstützung bei der Übungsleitung.

1995 – Erster CPR-Kurs / Isabelle Minder beginnt Ausbildung

Isabelle Minder entschloss sich 1995, die Ausbildung zur Samariterlehrerin in Angriff zu nehmen. Im gleichen Jahr wurde der erste Wiederbelebungskurs CPR (Cardio-Pulmonale-Reanimation) mit zehn Teilnehmern durchgeführt. Er endete mit einer Prüfung, welche alle zwei Jahre wiederholt werden musste, damit der Ausweis seine Gültigkeit behielt.

1996 – Junge Samariterlehrerin kommt

Zu unserem grossen Glück heiratete 1996 eine junge, als Samariterlehrerin ausgebildete Bernerin nach Hörhausen. Andrea Heimberg Müller war bereit, ihr Wissen und Können in unseren Verein einzubringen. Neu wurde ein Fachausweis für mindestens vier besuchte Fachübungen pro Jahr abgegeben. Jahresversammlung und Chlausabend zählten hierfür nicht.

1997 – Verein hat wieder zwei Samariterlehrerinnen

Als dann Isabelle Minder im April 1997 ihre Ausbildung mit Bravour abschloss, hatte man zwei tolle Samariterlehrerinnen und Toni konnte getrost beginnen, sich langsam zurückzuziehen. Der Blutspendedienst teilte 1998 mit, die Blutspendeaktion könne, wegen zu viel Blut an Lager, nur noch einmal pro Jahr durchgeführt werden.

1999 – Toni Müller wird Freimitgliedschaft zuteil

Für 15 Jahre Samariterlehrer-Tätigkeit in unserem Verein wurde Toni Müller an der Jahresversammlung 1999 mit der Freimitgliedschaft geehrt. Mit einer Samariterlehrerübung für 40 Samariterlehrer schaffte Isabelle auf dem Hof von Margrith Ehrsam einen Teil ihrer Abschlussprüfung zur Technischen Instruktorin. In einer Schweigeminute gedachte man an der Jahresversammlung 2000 des verstorbenen Ehrenpräsidenten August Wetzel. Paul Bauer wurde nun Ehrenpräsident.

2000 – 60-Jahr-Jubiläum gefeiert

Am 19. August 2000 feierten wir das 60-Jahr-Jubiläum beim Schulhaus Gündelhart. Mit einer kleinen Festwirtschaft und drei Posten wollten wir die Samariterarbeit in der Bevölkerung bekannter machen. Unter dem Motto „Samariter heute“ wurde modernes Erste-Hilfe-Material sowie das Moulagieren, also die wirklichkeitsgetreue Nachbildung von Verletzungen mit Filmblut, Wachs und Schminkfarben, vorgestellt. Auch wurde Blutdruckmessen angeboten.

Am gleichen Tag feierte der Volg-Laden in Hörhausen sein 20-jähriges Bestehen. Alois Metzger aus Gündelhart führte die Besucher mit Pferd und Wagen zum Volg und wieder zurück. Im gleichen Jahr beteiligte sich der Samariterverein zum ersten Mal beim Ferienpass für Schulkinder. Mit 12 Kindern wurden das Anlegen von Verbänden und das Moulagieren geübt. Nach acht Jahren als Vizepräsidentin und 16 Jahren als Präsidentin wünschte Margrith Ehrsam 2001, ihr Amt in jüngere Hände geben zu können. Nach längerem Suchen erklärte sich Kassierin Margrit Beerli dazu bereit.

2002 – Kantonale Delegiertenversammlung in Unterhörstetten

Am 27. April 2002 organisierte unser Verein in der Mehrzweckhalle Unterhörstetten die Delegiertenversammlung des Thurgauer Kantonalverbandes. Dies war eine grosse Herausforderung für unseren kleinen Verein, aber auch ein schöner Erfolg.

2005 – Ära Blutspendedienst und Andrea Heimberg Müller zu Ende

Nach vier Jahren mit nur einer Blutspendeaktion pro Jahr, wurden 2005 im Frühling und Herbst je über 100 Spenden entgegengenommen. Die Einstellung am 6. Oktober 2005 der Blutspendeaktionen in unserem Vereinsgebiet überraschte uns deshalb sehr. Eine Ära von fast 40 Jahren mit insgesamt 8131 Blutspenden ging zu Ende. Schade, eine tolle Möglichkeit, das Samariterwesen in der Bevölkerung präsent zu halten, war verloren gegangen. Samariterlehrerin Andrea Heimberg Müller reichte auf die Jahresversammlung 2005 ihren Rücktritt ein. In Hansruedi Schweingruber, Lehrer in Hörstetten, fanden wir einen kompetenten Samariterlehrer, der Isabelle Minder zur Seite stand. Im Gedenken an unseren langjährigen Samariterlehrer Toni Müller und seine Frau Fini, welche 2005 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren, legten wir an der Jahresversammlung 2006 eine Gedenkminute ein.

2006 – Isabelle Minder wird Chefin der Technischen Kommission

Ab Januar 2006 amtet Isabelle Minder zusätzlich im Kantonalverband als Chefin der Technischen Kommission. Diese Arbeit erforderte sehr viel Zeit, deshalb gab sie 2007 bekannt, 2009 ihr Amt als Samariterlehrerin zu beenden. Zwei Jahre Zeit, um eine Nachfolge zu finden! Zudem zog Hansruedi Schweingruber 2008 weg.

2009 – Fusion in Erwägung gezogen

Leider konnten keine Nachfolger gefunden werden. Deshalb diskutierte man an der Jahresversammlung 2009 über eine Fusion mit dem Samariterverein Steckborn. Zuerst gab man sich aber ein Jahr Zeit, sich aneinander zu gewöhnen.

2010 – Entscheid eigenständig zu bleiben

Doch nach diesem Jahr mit gemeinsamen Übungen abwechslungsweise in Steckborn und Hörhausen wurde an der Jahresversammlung 2010 beschlossen, eigenständig zu bleiben, da die Strukturen doch zu verschieden seien. In der Zwischenzeit hatte sich auch eine Lösung ergeben. Susi Heger, Samariterlehrerin (inzwischen Kursleiterin / Technische Leiterin genannt) in Steckborn, erklärte sich bereit, unsere Übungen zu leiten. An der Jahresversammlung 2014 trat sie nun auch unserem Verein bei. Alles wäre nun super gewesen, wären nicht Präsidentin Magrit Beerli und Aktuarin Ursula Schürpf amtsmüde geworden.

2013 – Schwierigkeiten Vorstandsmitglieder zu finden

Leider konnte trotz vielen Anfragen für beide keine Nachfolge gefunden werden. Der Vorstand gab an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 24. Oktober 2013 bekannt, es bleibe noch bis zum 20. November 2013 Zeit, Kandidaten vorzuschlagen. Die Diskussion an dieser Versammlung führte dazu, dass Elfie Ehrat sich bereit erklärte, das Amt der Aktuarin zu übernehmen. Eine Präsidentin war aber immer noch nicht in Sicht, eine Auflösung des Vereins müsse in Erwägung gezogen werden, so das Fazit. Das Protokoll dieser ausserordentlichen Versammlung wurde sofort an alle Mitglieder versandt. Als Andrea Heimberg Müller, die an den letzten beiden Anlässen nicht anwesend gewesen war, dieses Schreiben erhielt, fand sie, es könne doch nicht angehen, einen so gut funktionierenden Verein aufzulösen. Glücklicherweise erklärte sie sich kurz entschlossen bereit, das Vereinsschiff weiterzusteuern. Die Nachricht dieser beiden Kandidatinnen gab Margrit Beerli an der Weihnachtsfeier bekannt.

2014 – Vorstand doch wieder komplett

Einstimmig wurden Andrea und Elfie an der Jahresversammlung 2014 im Restaurant Steinberg in Reckenwil gewählt. Der Verein war gerettet! Ihnen ist es zu verdanken, dass 2015 das 75-Jahr-Jubiläum überhaupt gefeiert werden kann.

Anlässlich unseres 75. Jubiläums gab es eine Festzeitschrift

Hier ist das PDF zum kompletten Durchblättern am Bildschirm:

Festführer von 2015

 










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